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Stoma

Der Begriff „Stoma“ (Plural: Stomata) kommt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt „Mund“ oder „Öffnung“. In der Medizin wird der Begriff für eine künstliche Körperöffnung verwendet, die durch eine Operation entsteht.

Ein künstlicher Darmausgang oder die künstliche Harnableitung ist ein gravierender Einschnitt in das Leben und stellt die Betroffenen vor große, aber überwindbare Herausforderungen. Durch die Anlage eines Stomas treten viele neue Fragen auf, möglicherweise auch Ängste. Das Körperbild wird verändert und der Patient muss einige wichtige Dinge umstellen oder neu erlernen.

  

Indikationen für eine Stomaanlage sind zum Beispiel:

  • Darmtumore
  • chronische Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa, Morbus Crohn
  • Resektion von Teilen des Darms oder der Harnblase bzw. Harnröhre
  • Aussackungen am Darm
  • Darmdurchbruch
  • Darmverschluss (Ileus)
  • unzureichende Schließmuskelfunktion
  • Verletzung oder Schäden durch Strahlentherapie
  • angeborene Fehlbildungen
  • Harnleiterstenosen oder -verletzungen

Die Auswahl der notwendigen Produkte erfolgt gemeinsam mit dem Betroffenen. So kann eine Lösung gefunden werden die der individuellen Lebenssituation entspricht. Intensive, praktische Schulungen führen zu einer selbstbestimmten und sicheren Versorgung.